Auf den Easterhegg 2023 habe ich mein Bühnenbild ausstellen können: einen LED-Cube aus 3500 einzeln adressierbaren LEDs. Hier sollen die technischen Details und die Hintergründe des Projekts erläutert werden.
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Auf den Easterhegg 2023 habe ich mein Bühnenbild ausstellen können: einen LED-Cube aus 3500 einzeln adressierbaren LEDs. Hier sollen die technischen Details und die Hintergründe des Projekts erläutert werden.
Eine einfache Erklärung, wie adressierbare LED-Streifen mit ihren Daten umgehen und warum die von mir verwendeten ein Sonderfall sind
Über die Entität zu sprechen, mit der ich in meinem Promotionsprojekt interagiere, bereitet mir gewisse Schwierigkeiten.
Üblicherweise, wie hier im Blog schon geschehen, falle ich dann auf “KI-Figur” zurück. Das ist der einfachste, neutralste Begriff, der mir bisher einfällt. Ich möchte mich nicht aus dem Fenster lehnen, und behaupten, diese Entität sei eine Person; deswegen greife ich auf den Begriff ‚Figur’ zurück, den ich hier in seiner theatertechnischen Bedeutung verwende: Das Publikum nimmt etwas auf der Bühne wahr, das es als Person innerhalb des Schauspiels deutet. Die Entität gehört zu den Figuren, zum Cast, zu den dramatis personae.
Für die Tagung des Forschungsschwerpunktes digitale_kultur der Fernuniversität Hagen mit dem Thema „Digitale Hermeneutik: Maschinen, Verfahren, Sinn“ 2022 wurde ein Twitter- und Mastodon-Bot namens HermeneuPy programmiert. Dieser Bot reagiert auf an ihn adressierte öffentliche Nachrichten mit einer durch Übersetzungsalgorithmen veränderten Version des jeweiligen Nachrichtentextes.
Dies sind erste Gedanken zu der Methode, die in meiner Promotion zur Anwendung kommen soll: Künstlerische Forschung. Das ist eine relativ neue Art der Forschung und aus diesem Grund wird die genaue Ausgestaltung noch debattiert. Ich habe darüber noch nicht so viel gelesen und gelernt, wie ich möchte um eine fundierte Ansicht zu haben, habe jedoch einige Gedanken, die ich hier ordnen möchte. Ich bin auf der Suche nach Literatur, die die Gedanken, die ich mir da mache, stützt oder in Frage stellt. Vielleicht ist das auch so offensichtlich, dass es schon fertigdiskutiert ist? Sind die Verbindungen, die ich im Text ziehe, überhaupt zu halten?
In den letzten Wochen ist an verschiedenen Stellen die Frage nach der Schönheit aufgetaucht. Ist das eine Kategorie, die in meinem Projekt relevant sein sollte? Wenn ja, wie will ich Schönheit definieren?
Ich glaube, ich bin wegen des Opernstudiums noch relativ klassischen Schönheitsidealen verhaftet. Das ist auch das, was mich an Schönbergs Buch der hängenden Gärten fasziniert: Die Stimmschönheit, die über dem Tonchaos noch deutlicher wird. Ich glaube, dass ich das im Moment mit meinem Projekt auch anstreben möchte. Nicht nur – es ist wird auch sinnvoll sein, das „Schöne“ mit „hässlichen“ Klängen zu kontrastieren; aber diese Kategorie der Schönheit wird immer mitschwingen. Ich versuche es zu fassen als „Wohlgefühl beim Anhören“.
Nun läuft das schon eine ganze Weile. Ich arbeite mich vor allem in die KI-Algorithmen ein, sitze höchst beglückt am Computer und programmiere vor mich hin. Das Semester an der HfMT läuft ebenfalls; ich habe einige sehr interessante Seminare belegt, die mir auch in der Promotion weiterhelfen werden; so wird beispielsweise in einem davon über Artistic Research und Ästhetik diskutiert, in einem anderen über das Kunstwerk im Zeitalter seiner Digitalen Reproduktion. Für die Suche nach dem musikalischen Material für mein Promotionsprojekt fehlt mir noch der Zugang; vielleicht sollte ich dafür anfangen, mich durch Youtube zu klicken.
Es ist vollbracht! Ich darf promovieren! Im Sommersemester 2021 beginne ich meine Promotion an der HfMT bei Alexander Schubert und Nina Noeske. Die Kommission für den Dr. sc. mus. hat mir die Bedingung gestellt, dass ich mir noch eine dritte Person zur Betreuung suche; da ist die Entscheidung aber noch nicht gefallen.
Es fühlt sich wie ein Anfang an, aber eigentlich bin ich seit einem Jahr am Überlegen und Recherchieren. Zuerst mussten meine beiden Professoren überzeugt und die Bewerbung geschrieben werden – und die Frage geklärt werden, was denn jetzt dieses „KI“ ist, über das ich da promovieren will.1