Der Begriff Me-Search

Ursprünglich hielt ich ‘Me-Search’ für einen auf künstlerische Forschung gerichteten Vorwurf, zu sehr die eigene Situation in die Forschung miteinzubeziehen. Es war einfach eine weitere Sache, die künstlerische Forschung nicht sein sollte – davon gibt es ja eine Menge, und als angehende künstlerisch Forschende ist eine der größten Herausforderungen, durch den Dschungel des Was-es-nicht-sein-soll bis zum Was-es-ist zu finden.

Mit etwas mehr Erfahrung würde ich diesem Vorwurf entgegnen: Künstlerische Forschung muss Me-Search sein. Das, was sie gegenüber den anderen Forschungsrichtungen auszeichnet, ist die privilegierte epistemische Position des Subjekts; es sind die besonderen Einsichten, die jemand als Kunstschaffende*r oder als Rezipient*in haben kann, die im Erleben entstehen und nicht in der theoretischen, vom Subjekt abstrahierten Kontemplation. Natürlich kann diese Subjektivität ins Negative umschlagen, in Beliebigkeit und völlige Unkommunizierbarkeit. In diesem Fall würde ich aber einen anderen Begriff empfehlen, der das Problem genauer trifft und nicht einen großen Teil der künstlerischen Forschung als Kollateralschaden miteinschließt – beispielsweise ‘Beliebigkeit’.

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Eine Idee für ein Thema

Ich möchte mich genauer mit der Methodik der Künstlerischen Forschung (KF) beschäftigen, und untersuchen, inwiefern das Performativitätsparadigma eine Perspektive bieten kann, KF zu beschreiben; und besonders die in den Dr. sc. mus.-Programmen geforderten schriftlichen Supplementen unter dieser Linse betrachten. Inwiefern ist KF notwendig performativ? Inwiefern lässt sich das Schriftstück auch als performativ auffassen, und damit eben nicht nur als wissenschaftliches Supplement eines künstlerischen Werks, sondern als Teil eines künstlerischen Arbeitens, der genauso sehr unter den Begriff der Kunst gehört, wie die praktischen Projekte? Damit wäre dann auch mein eigener Text gemeint…

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Abschluss der Projektwoche Abwesenheit

Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Experiment. Ich habe natürlich nicht annähernd alle Quellen gesichtet, die ich gefunden habe, aber einen guten ersten Überblick über die Thematik gefunden und einige schnelle Anknüpfungspunkte, wenn ich diese Thematik vertiefen möchte. Außerdem ist eine Online-Ausstellung entstanden, mit der ich auch sehr zufrieden bin – es war sehr schön, auch wieder etwas herzustellen und nicht nur rein theoretisch zu arbeiten.

Ich habe mich tempomäßig relativ stark unter Druck gesetzt und dadurch viele Texte nicht so genau gelesen, wie ich das gerne möchte. Ich denke, es wird bei einem künftigen solchen Projekt sinnvoll sein, die Texte stärker einzugrenzen, und sich intensiver mit einzelnen Texten zu beschäftigen; so dass ich die Möglichkeit habe, die Texte mehrfach zu lesen und zu ausgiebiger zu dokumentieren.

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