Mein Projekt, und damit zusammenhängend mein Zugang zu Abwesenheit, geht von meiner Abwesenheit aus. Ich nehme an, dass alle anderen noch da sind; dass sie weiterhin ihrem Leben nachgehen und nur ich selbst abhandengekommen bin. Ich versetze mich damit in die Situation der anderen, der “Anwesenden”, denn ich bin ja die Person, die “abwesend” ist, nicht am richtigen Ort, von der Norm abweichend. Ich sende von meinem Ort im Nirgendwo in die Welt hinein; dorthin, wo die Anwesenden zugegen sind.
Eine Übersicht zum Thema Performativität
Was ich schon habe und was noch zu tun ist
Der Begriff Me-Search
Ursprünglich hielt ich ‘Me-Search’ für einen auf künstlerische Forschung gerichteten Vorwurf, zu sehr die eigene Situation in die Forschung miteinzubeziehen. Es war einfach eine weitere Sache, die künstlerische Forschung nicht sein sollte – davon gibt es ja eine Menge, und als angehende künstlerisch Forschende ist eine der größten Herausforderungen, durch den Dschungel des Was-es-nicht-sein-soll bis zum Was-es-ist zu finden.
Mit etwas mehr Erfahrung würde ich diesem Vorwurf entgegnen: Künstlerische Forschung muss Me-Search sein. Das, was sie gegenüber den anderen Forschungsrichtungen auszeichnet, ist die privilegierte epistemische Position des Subjekts; es sind die besonderen Einsichten, die jemand als Kunstschaffende*r oder als Rezipient*in haben kann, die im Erleben entstehen und nicht in der theoretischen, vom Subjekt abstrahierten Kontemplation. Natürlich kann diese Subjektivität ins Negative umschlagen, in Beliebigkeit und völlige Unkommunizierbarkeit. In diesem Fall würde ich aber einen anderen Begriff empfehlen, der das Problem genauer trifft und nicht einen großen Teil der künstlerischen Forschung als Kollateralschaden miteinschließt – beispielsweise ‘Beliebigkeit’.
Jonathan Culler und ästhetisches Wissen in der Kultur
Eine unerwartete Antwort auf die Frage nach dem Träger des durch Künstlerische Forschung generierten Wissens.
Künstlerische Dissertation
Mein Dissertationsprojekt soll gar kein Kunstwerk sein, aber nach künstlerischen Regeln funktionieren. Ich habe nicht den Anspruch an Genialität, aber die Handwerklichkeit, und die eigenen Logiken von Kunst möchte ich übernehmen.
In die Welt verheddert
Wie Performativität mich zurück in die Welt holen kann. Gedanken zu Sybille Krämer.
Wo sind wir, wenn wir Musik hören?
Ein Essay von 2019, das die Thematik des letzten Blogposts berührt
Wider den Platonismus
Warum Gould irrte und wo ich bin, wenn ich Musik höre.
Eine Idee für ein Thema
Ich möchte mich genauer mit der Methodik der Künstlerischen Forschung (KF) beschäftigen, und untersuchen, inwiefern das Performativitätsparadigma eine Perspektive bieten kann, KF zu beschreiben; und besonders die in den Dr. sc. mus.-Programmen geforderten schriftlichen Supplementen unter dieser Linse betrachten. Inwiefern ist KF notwendig performativ? Inwiefern lässt sich das Schriftstück auch als performativ auffassen, und damit eben nicht nur als wissenschaftliches Supplement eines künstlerischen Werks, sondern als Teil eines künstlerischen Arbeitens, der genauso sehr unter den Begriff der Kunst gehört, wie die praktischen Projekte? Damit wäre dann auch mein eigener Text gemeint…
Eine Ausstellung als Künstlerische Forschung
Eine Reflexion über ein jüngeres Projekt, um meinen Begriff der Künstlerischen Forschung zu schärfen