Eine Idee für ein Thema
Ich möchte mich genauer mit der Methodik der Künstlerischen Forschung (KF) beschäftigen, und untersuchen, inwiefern das Performativitätsparadigma eine Perspektive bieten kann, KF zu beschreiben; und besonders die in den Dr. sc. mus.-Programmen geforderten schriftlichen Supplementen unter dieser Linse betrachten. Inwiefern ist KF notwendig performativ? Inwiefern lässt sich das Schriftstück auch als performativ auffassen, und damit eben nicht nur als wissenschaftliches Supplement eines künstlerischen Werks, sondern als Teil eines künstlerischen Arbeitens, der genauso sehr unter den Begriff der Kunst gehört, wie die praktischen Projekte? Damit wäre dann auch mein eigener Text gemeint…
Hierfür werde ich verschiedene Konzeptionen untersuchen, die KF und das Performativitätsparadigma verknüpfen, und daraus einen eigenen Vorschlag einer Methodik oder Konzeption der KF entwerfen. Diesen möchte ich in einem zweiten Schritt auf die Situation des Schreibens zur KF anwenden, das eben kein Schreiben “über” KF, also rein theoretisch, sein soll, sondern ein eigenes künstlerisch-forschendes Schreiben. Dort tritt ein Problem auf: der Witz der Schrift ist, dass der sich Äußernde abwesend sein kann — aber in den meisten Konzeptionen hängt Performativität von Anwesenheit ab. Ich möchte untersuchen, inwiefern sich das vereinen lässt, was die Schwachpunkte und die Stärken einer solchen Vereinigung wären.
Letztlich schiebe ich gerade die folgenden Puzzlestücke hin und her, und überlege, wie sie zusammenpassen könnten:
- Performativität der Künstlerischen Forschung
- Performance in Abwesenheit, Schriftlichkeit
- Stimme in Abwesenheit