Posts for: #Performativität

Wer ist abwesend?

Mein Projekt, und damit zusammenhängend mein Zugang zu Abwesenheit, geht von meiner Abwesenheit aus. Ich nehme an, dass alle anderen noch da sind; dass sie weiterhin ihrem Leben nachgehen und nur ich selbst abhandengekommen bin. Ich versetze mich damit in die Situation der anderen, der “Anwesenden”, denn ich bin ja die Person, die “abwesend” ist, nicht am richtigen Ort, von der Norm abweichend. Ich sende von meinem Ort im Nirgendwo in die Welt hinein; dorthin, wo die Anwesenden zugegen sind.

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Eine Idee für ein Thema

Ich möchte mich genauer mit der Methodik der Künstlerischen Forschung (KF) beschäftigen, und untersuchen, inwiefern das Performativitätsparadigma eine Perspektive bieten kann, KF zu beschreiben; und besonders die in den Dr. sc. mus.-Programmen geforderten schriftlichen Supplementen unter dieser Linse betrachten. Inwiefern ist KF notwendig performativ? Inwiefern lässt sich das Schriftstück auch als performativ auffassen, und damit eben nicht nur als wissenschaftliches Supplement eines künstlerischen Werks, sondern als Teil eines künstlerischen Arbeitens, der genauso sehr unter den Begriff der Kunst gehört, wie die praktischen Projekte? Damit wäre dann auch mein eigener Text gemeint…

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Enthusiasmus der Theorie

Brad Haseman beschreibt in seinem Manifesto of performative research1 seine Konzeption der künstlerischen Forschung als von einem “enthusiasm of practice”[S. 100] motiviert – im Gegensatz zu einer die Forschung leitenden Problemstellung. Dies hängt zusammen mit dem Primat des praktischen Anteils der künstlerischen Forschung: Praxis ist nicht nur Forschungsvorgang, sondern auch das Forschungsergebnis. Damit fallen bei Haseman drei Aspekte von Forschung in eins, die üblicherweise getrennt sind: Motivation, Vorgang und Ergebnis. Die Forschung muss nicht durch externe Faktoren angestoßen werden – auch wenn sie dennoch mit solchen in Verbindung stehen kann.[Vgl. S. 100]

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