Posts for: #Theorie

Welches Wissen von wem?

Es sind vielleicht die beiden wichtigsten Fragen, die ich mir zur Künstlerischen Forschung stelle: Welche Art von Wissen entsteht durch sie und in wem entsteht dieses Wissen? Etwas weniger zentral, aber von ihnen abhängig, ist: Welche Rolle kann die Dissertationsschrift dann spielen?

Diese Frage leitet sich ab aus der Definition, die ich für die Thematik zu geben versuche: Künstlerische Forschung befasst sich mit der Problematik, dass durch Kunst eine Art Wissen generiert wird, dem die herkömmlichen Kulturwissenschaften nicht gerecht werden können. Dass es ein solches Wissen gibt, ist die Lebensversicherung der Künstlerischen Forschung – wenn die herkömmlichen Kulturwissenschaften diesem Wissen gerecht werden könnten, dann gäbe es keinen Grund, eine neue Art der Forschung auszurufen, dann könnten die künstlerisch Forschenden einfach neben der Kunstproduktion auch Kulturwissenschaften betreiben. (Es mag eingewendet werden, dass genau diese Überschneidung die Bedeutung des Begriffs ‘Künstlerische Forschung’ ist. Dies ist eine wenig emphatische Bedeutung, die vielleicht genau aus diesem Grund realistischer, wissenschaftlicher und für Kunstschaffende weniger interessant ist.)

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Wörter für Personen

Über die Entität zu sprechen, mit der ich in meinem Promotionsprojekt interagiere, bereitet mir gewisse Schwierigkeiten.

Üblicherweise, wie hier im Blog schon geschehen, falle ich dann auf “KI-Figur” zurück. Das ist der einfachste, neutralste Begriff, der mir bisher einfällt. Ich möchte mich nicht aus dem Fenster lehnen, und behaupten, diese Entität sei eine Person; deswegen greife ich auf den Begriff ‚Figur’ zurück, den ich hier in seiner theatertechnischen Bedeutung verwende: Das Publikum nimmt etwas auf der Bühne wahr, das es als Person innerhalb des Schauspiels deutet. Die Entität gehört zu den Figuren, zum Cast, zu den dramatis personae.

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Automatisierte Hermeneutik

Für die Tagung des Forschungsschwerpunktes digitale_kultur der Fernuniversität Hagen mit dem Thema „Digitale Hermeneutik: Maschinen, Verfahren, Sinn“ 2022 wurde ein Twitter- und Mastodon-Bot namens HermeneuPy programmiert. Dieser Bot reagiert auf an ihn adressierte öffentliche Nachrichten mit einer durch Übersetzungsalgorithmen veränderten Version des jeweiligen Nachrichtentextes.

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Verortung von Wissen

Dies sind erste Gedanken zu der Methode, die in meiner Promotion zur Anwendung kommen soll: Künstlerische Forschung. Das ist eine relativ neue Art der Forschung und aus diesem Grund wird die genaue Ausgestaltung noch debattiert. Ich habe darüber noch nicht so viel gelesen und gelernt, wie ich möchte um eine fundierte Ansicht zu haben, habe jedoch einige Gedanken, die ich hier ordnen möchte. Ich bin auf der Suche nach Literatur, die die Gedanken, die ich mir da mache, stützt oder in Frage stellt. Vielleicht ist das auch so offensichtlich, dass es schon fertigdiskutiert ist? Sind die Verbindungen, die ich im Text ziehe, überhaupt zu halten?

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Schönheit

In den letzten Wochen ist an verschiedenen Stellen die Frage nach der Schönheit aufgetaucht. Ist das eine Kategorie, die in meinem Projekt relevant sein sollte? Wenn ja, wie will ich Schönheit definieren?

Ich glaube, ich bin wegen des Opernstudiums noch relativ klassischen Schönheitsidealen verhaftet. Das ist auch das, was mich an Schönbergs Buch der hängenden Gärten fasziniert: Die Stimmschönheit, die über dem Tonchaos noch deutlicher wird. Ich glaube, dass ich das im Moment mit meinem Projekt auch anstreben möchte. Nicht nur – es ist wird auch sinnvoll sein, das „Schöne“ mit „hässlichen“ Klängen zu kontrastieren; aber diese Kategorie der Schönheit wird immer mitschwingen. Ich versuche es zu fassen als „Wohlgefühl beim Anhören“.

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