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Ist Drag künstlerische Forschung?

Drag ist zweifelsohne eine Kunstform. Und viele Drag-Künstler*innen erkunden in ihrer Arbeit mindestens ihr eigenes Gender, wenn nicht sogar meistens Geschlechtlichkeit im Allgemeinen. So, wie Judith Butler in Gender Trouble Drag beschreibt, generiert es sogar Wissen in einem relativ engen Sinne: Es verhilft uns zu einer Einsicht in das Wesen von Geschlecht. Dass die künstlerische Form für diese Einsicht notwendig (oder zumindest sehr hilfreich) ist, macht Drag sogar zu einem besonders guten Beispiel künstlerischer Forschung – zu einem, mit dem sich künstlerische Forschung rechtfertigen lässt.

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Butlers Epistemological Mode

In Gender Trouble grenzt Butler ein performatives Verständnis von Geschlecht ab von einem “epistemological frame” (S. 195) oder “epistemological mode” (S. 197), mit dem das vorherrschende, ’expressive’ Verständnis von Geschlecht (vgl. S. 185f) verbunden ist. In diesem kurzen Text möchte ich mir selbst beim Orientieren helfen und mir klar werden, wie die verschiedenen Begriffe, die verwendet werden, zusammenhängen.

Dieser epistemologische Rahmen bringt eine Trennung zwischen Subjekt und Objekt mit sich: Einerseits das Subjekt: “the ‘I’ that confronts its world, including its language, as an object” (S. 196); andererseits das Objekt: “the ‘I’ that finds itself as an object in that world"196. Aber genau diese Trennung “conditions the very problematic of identity that it seeks to solve” (S. 196). Etwas eleganter drückt das vielleicht Robert Gernhardt aus:

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